Unsere Haut Teil 1/6
Über kein anderes Organ kommunizieren wir mehr mit anderen Menschen als über unsere Haut. Wir spüren, berühren und zeigen innerste Gefühle.
Berührungen sind lebenswichtig!
Hautkontakt ist so notwendig wie Atmen, Trinken oder Essen. Lange bevor wir sehen, hören oder riechen können, sind wir schon als Fötus im Mutterleib empfänglich für Berührungen. Bereits unmittelbar nach der Geburt regen taktile Reize unsere Atmung an und sorgen dafür, dass der kleine Körper sein Immunsystem hochfährt. Streicheleinheiten vermitteln Babys das Gefühl von Gemeinschaft und Sicherheit und sind eine Grundvoraussetzung für eine gesunde geistige und körperliche Entwicklung. Ohne Berührungen von frühester Kindheit an verkümmern wir - erst psychisch, dann körperlich. Kein Wunder, dass wir im Säuglingsalter am häufigsten gestreichelt werden - meist von unseren Eltern. Sobald ein Baby entdeckt, dass zum Daumen auch eine Hand gehört, fängt es an, sich auch selbst zu berühren - ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der eigenen Identität. Psychodermatologen der Uni Gießen zufolge finden bei Vorschulkindern Berührungen nur noch halb so oft statt. Erwachsene erfahren übrigens 40 Prozent der Hautkontakte durch ihren Partner. Und was können Singles tun? Sich liebevoll selbst pflegen: beispielsweise durch ausgiebiges und genussvolles Eincremen. Das ersetzt die Streichelmassage.