Unsere Haut Teil 4/6
Über kein anderes Organ kommunizieren wir mehr mit anderen Menschen als über unsere Haut. Wir spüren, berühren und zeigen innerste Gefühle.
Trostspender
Wenn ein weinendes Baby die Nähe der Mutter spürt, beruhigt es sich. Genauso suchen auch Erwachsene den ausgleichenden, beruhigenden Hautkontakt. Wenn wir jemanden trösten, legen wir intuitiv den Arm um ihn. Und es hilft: Signalisieren die Rezeptoren der Haut direkten Kontakt zu einem anderen Menschen, werden sofort Endorphine, Serotonin und das Vertrauenshormon Oxytocin ausgeschüttet. Die Folge: Wir entspannen, Stress und Anspannung nehmen ab. Beruhigung spendet übrigens auch Hautkontakt, den wir selbst herstellen. Nicht umsonst kratzen wir uns beim Nachdenken am Kopf, fassen uns ans Ohr oder reiben uns bei Verwirrung das Kinn, die Nase, die Stirn oder den Nacken.