Was wirklich gegen Haarspliss hilft:
Dass wir statt einer glänzenden Haarpracht stumpfe und gespaltene Spitzen haben, dazu tragen mehrere Faktoren wie tägliches Föhnen und das Färben der Haare bei. Haarspliss ist aber aufgrund des Aufbaus der Haarfasern auch natürlich bedingt. Jedes Haar fängt mit der Zeit an, sich zu spalten. Und das fällt vor allem bei längeren Mähnen auf. Bei schulterlangem Haar sind die Spitzen immerhin bereits drei Jahre alt. Ob sie sich dann schon spalten oder noch nicht, darauf können wir Einfluss nehmen. Denn mechanische Reibung, etwa durch die Kleidung, und die chemische Behandlung mit Haarfärbemitteln führen manchmal die unschönen Haarspaltereien schneller herbei.
Liebevolle Behandlung
Alles, was für die Haare gut ist, ist auch gut für die Spitzen. Deshalb gilt: nach dem Waschen die Haare nicht einfach mit dem Handtuch trocken rubbeln, denn das raut die Haarstruktur auf. Noch mehr Spliss wäre garantiert. Stattdessen lieber die nasse Haarpracht mit dem Handtuch vorsichtig trocken tupfen.
Keine heiße Luft
Heiße Föhnluft und Glätteisen trocknen die Haare aus und können Spliss fördern. Wer große Probleme mit Haarspliss hat, ist gut beraten, für längere Zeit auf diese Hitzetools zu verzichten und die Haare ausschließlich an der Luft zu trocknen. Da manche Looks aber ohne die beiden heiß geliebten Helfer nicht gelingen, hilft ein Hitzeschutzspray. Das sprüht man ins handtuchtrockene Haar. So geschützt steht einem Styling mit warmer Föhnluft und Lockenstab nichts im Weg.
Spitzen-Pflege
Shampoos, Spülungen und Kuren sorgen mit ihren Pflegewirkstoffen bei strapaziertem Haar und Haarspliss für einen Repair-Effekt. Hauchfeine Silikonöle kleben und stützen das Haar und lassen es sofort gesünder aussehen - allerdings nur vorübergehend. Auch Haarspitzenfluids helfen weiter. Sie versiegeln die Spitzen und können Spliss vorbeugen. Massiere nach der Haarwäsche wenige Tropfen des Fluids sanft in die noch leicht feuchten Spitzen ein.
Schnipp, schnapp...
Kommt man bei starkem Haarspliss mit Pflegeprodukten nicht weiter, hilft nur noch der Gang zum Friseur. Du musst ja nicht viele Haare lassen, meistens reicht es schon, ein bis zwei Zentimeter zu kürzen. Sind die kaputten Spitzen abgeschnitten, lässt sich durch die richtige Pflege neuer Spliss nahezu vermeiden. Regelmäßig die Haarspitzen schneiden zu lassen, beugt ihm ebenfalls vor. Das bedeutet, alle acht bis zehn Wochen einen Zentimeter Spitzen abzuschneiden. Wer die Haare wachsen lassen will, erzielt trotzdem Länge, da das Haupthaar jeden Monat ein bis zwei Zentimeter wächst.
Sanfte Tönung
Der natürliche Haarton lässt sich heute viel schonender verändern als noch vor einigen Jahren. Trotzdem gilt weiterhin: Nach einer Farbbehandlung oder Intensivtönung benötigt das Haar besonders viel Pflege. Ist die Haarstruktur stark geschädigt und der Haarspliss schon weit fortgeschritten, macht es Sinn, auf die Färbung zu verzichten und vorübergehend zu Tönungen oder Haarfärbemitteln auf Pflanzenbasis zu greifen. Damit lassen sich ebenfalls brillante Farbergebnisse erzielen, und die Haarspitzen werden mehr geschont.